english version click here

Biographie

Seit ihrem Solo-Debüt mit 13 Jahren übt Mirjam Tschopp (1976 in Zürich geboren) eine vielfältige internationale Konzerttätigkeit als Geigerin und Bratschistin aus, wobei die beiden Instrumente gleich viel Platz in ihrem Schaffen einnehmen.

Als Solistin spielt sie mit Orchestern wie dem WDR Sinfonieorchester Köln, der Dresdner Philharmonie, den Berliner Symphonikern, der Camerata St. Petersburg, der Mecklenburgischen Staatskapelle, dem Brandenburgischen Staatsorchester, der Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz, der Orquesta Sinfonica Nacional Argentina, dem Turkish Presidential Orchestra, dem Suk Kammerorchester Prag, den Festival Strings Lucerne und dem Zürcher Kammerorchester. Auch als Kammermusikerin hat sie sich einen Namen gemacht - u.a. in Ensembles mit Anne-Sophie Mutter, Josef Suk, Ana Chumachenco und Peter-Lukas Graf.

Sie trat im Concertgebouw Amsterdam, in der Wigmore Hall London, der Kosciuszko Foundation New York, der Philharmonie Köln, der Grossen Musikhalle Hamburg, dem Teatro Filarmonico Verona, dem Glazunov-Saal St. Petersburg, dem Rudolfinum Prag, der Finlandia Concert Hall Helsinki, der Tonhalle Zürich, an den Festivals in Luzern, Gstaad, Lyon und Davos, in Paris und Buenos Aires auf. Zwischen 1994 und 1998 entstanden zahlreiche Fernsehproduktionen unter der Regie von Adrian Marthaler.

Ihr besonderes Interesse gilt der Musik der vergangenen hundert Jahre. Sie arbeitet eng mit lebenden Komponisten zusammen und hat eine grosse Zahl von Werken uraufgeführt, von denen viele ihr gewidmet oder für sie geschrieben wurden. 2003 hat sie in Köln das eigens für sie geschriebene 3. Violinkonzert von Nicolas Bacri mit dem WDR Sinfonieorchester unter der Leitung von Semyon Bychkov mit grossem Erfolg uraufgeführt. Ihre 2005 bei cpo erschienene Einspielung des Violinkonzert des türkischen Komponisten Ahmet Adnan Saygun hat international ausgezeichnete Kritiken in führenden Medien erhalten. Ende 2007 erscheint ihre Aufnahme des Bratschenkonzert desselben Komponisten.

Mirjam Tschopp war die einzige Preisträgerin des Max-Rostal-Wettbewerbs für Viola 2000 in Berlin, Spezialpreisträgerin des Curci Violinwettbewerbs 2006 in Neapel und Finalistin des "Concert Artists Guild International Competition" in New York. Sie ist Trägerin des "Swiss Ambassador's Award 2001", gewann Studienpreise der Kiefer-Hablitzel-Stiftung und der Migros-Kulturstiftung und war zweifache Erstpreisträgerin des Schweizerischen Jugendmusikwettbewerbs. 1994 war sie Schweizer Finalistin des Concours Eurovision. Sie wurde im Rahmen einer Sonderfördermassnahme vom Freundeskreis der Anne-Sophie Mutter Stiftung unterstützt.

Mit sieben Jahren erhielt sie ersten Violinunterricht bei Herbert Scherz, fünf Jahre später begann sie mit dem Bratschenspiel. Sie studierte Violine bei Aïda Stucki Piraccini und Franco Gulli und Viola bei Christoph Schiller. Ausserdem nahm sie an mehreren Meisterkursen bei Thomas Brandis, Rainer Kussmaul und Herman Krebbers teil. 1997, schon ein Jahr nach ihrer linguistischen Matura, legte sie Lehr- und Konzertreifediplome und 1999 das Solistendiplom ab, alle mit höchster Auszeichnung.

Mirjam Tschopp unterrichtet am Tiroler Landeskonservatorium Innsbruck eine Klasse für Violine und Viola und gibt Meisterkurse am „Summit Music Festival“ New York, an der „International Academy of Music“ in Castelnuovo di Garfagnan/Italien und an der „Jeunesse Moderne“ in Avignon/Frankreich. Sie ist Jurymitglied des Schweizerischen Jugendmusikwettbewerbs.

10-07